DB InfraGO AG
Neue Empfangshalle für den Bahnhof Bitterfeld
Bitterfeld
Standort
1.450 m²
Bruttogeschossfläche
Juli 2025
Fertigstellung
Mit dem Neubau der Empfangshalle des Bahnhofs Bitterfeld ist ein architektonisch markantes und zugleich nachhaltiges Bahnhofsgebäude im Land Sachsen-Anhalt entstanden. Die DB InfraGO AG ließ das rund 160 Jahre alte Bestandsgebäude dafür abreißen – ein ungewöhnlicher Schritt, da Bahnhöfe der Deutschen Bahn meist saniert werden. Hundhausen war an dem Projekt mit umfangreichen Rohbauleistungen beteiligt.
Der Auftraggeber
Die Auftraggeberin ist die DB InfraGO AG, die Infrastruktursparte der Deutschen Bahn AG. Das Ziel des Projekts bestand darin, ein modernes, energieeffizientes Empfangsgebäude zu schaffen, das den heutigen Anforderungen an Funktionalität, Nachhaltigkeit und Aufenthaltsqualität gerecht wird und gleichzeitig einen starken regionalen Bezug herstellt.
Das Projekt
Der eingeschossige Neubau ist 56 Meter lang, 23 Meter breit und verbindet moderne Architektur mit nachhaltigen Materialien. Die gold-schwarz schimmernde Fassade aus recyceltem Aluminium greift mit ihrer Formensprache die Kohle- und Bernstein-Tradition der Region Bitterfeld auf und nimmt Bezug auf das Segeln auf der Goitzsche, einem künstlich entstandenen Tagebausee. Großzügige Glasfronten sorgen für viel Tageslicht im Innenraum und reduzieren den Bedarf an künstlicher Beleuchtung. Auf dem begrünten Dach erzeugt eine Photovoltaikanlage einen Großteil des benötigten Stroms und speist überschüssige Energie in das Netz der Deutschen Bahn ein. Laut der DB InfraGO AG zählt der Bahnhof Bitterfeld damit zu den umweltfreundlichsten Bahnhofsgebäuden Deutschlands. Das stimmige Gesamtkonzept brachte den Neubau sogar in die engere Auswahl für den Architekturpreis Sachsen-Anhalt 2025. Neben der Empfangshalle umfasst das Gebäude ein Geschäft für den Reisebedarf, eine Bäckerei, das Reisezentrum und die Bahnhofsmission.
Die Umsetzung
Die Firma Hundhausen war für den Rohbau verantwortlich und übernahm zusätzlich die Ertüchtigung des Übergangsbauwerks zwischen der neuen Empfangshalle und der Personenunterführung zu den Bahnsteigen. Im Zuge der Arbeiten wurden zudem rund 250 Meter Kabelkanal parallel zu den Gleisen zwischen Busbahnhof und Trafogebäude verlegt, eine Baugrube für ein Gebäude der Informationstechnik ausgehoben und vorbereitende Maßnahmen für die Gestaltung der Außenanlagen ausgeführt. Die Bauarbeiten fanden von September 2023 bis Mai 2024 statt und erfolgten „just in time” bei laufendem Bahnbetrieb. Für den Umbau des Übergangsbauwerks stand lediglich eine sechswöchige Sperrpause zur Verfügung, was eine besonders enge Bauüberwachung erforderte. Am 16. Juli 2025 wurde das neue Bahnhofsgebäude feierlich eröffnet. Täglich nutzen rund 7.000 Reisende den Bahnhof Bitterfeld. In den kommenden Jahren wird die Stadt Bitterfeld-Wolfen das Umfeld neu gestalten und damit das neue Tor zur Stadt weiter aufwerten.
Drohnenaufnahme im Header: Copyright DB InfraGO AG Leipzig Vectorvision Leipzig
Fakten
Die wichtigsten Daten: | Bruttogeschossfläche: 1.450 m², Gebäude-/Bauwerksmaße: 56 x 23,3 x 7,5 m | |
|---|---|---|
Projektteam: | Planung: Stephan Böhning (DB InfraGO AG Berlin) mit DB E&C GmbH Erfurt
Projektleitung DB InfraGO AG Leipzig: Alexander Hartmann und Leoni Röser | |
Baustellen-Leitungsteam von Hundhausen: | Alexander Hirsch, Marcel Röhler, Kersten Zander |
Erbrachte Leistungen
- Hoch- und Ingenieurbau
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